Das Deutschlandbier
Sie sind hier: Startseite » Informationen » Die Zapftechnik

Die Zapftechnik

Drei Schichten purer Genuss in schwarz rot gold

Das Erfolgsrezept des Deutschlandbiers ist die richtige Zusammensetzung der Biersorten und der richtigen Zapftechnik. Bei einem Fest im Jahr 2008 versuchten die Schwalenberger Brauer ein aufgrund eines defekten Ventils verschaltes Bockbier mit einem anderen dunklen Bier des Vereins zu mischen. Zur Überraschung aller vermischten sich die beiden Sorten aber nicht, sondern blieben in ihren Schichten bestehen.

«Wenn das mit zwei Schichten funktioniert, dann klappt es auch mit dreien», dachte sich Zunftmeister Eckhard Strüber und so reifte nach und nach die Idee zum Deutschlandbier. Letztendlich ist es vor allem der Probier- und Studierfreude des Zunftmeisters zu verdanken, dass das Deutschlandbier im Februar 2009 Premiere feiern konnte. Die flüssige Deutschlandflagge besteht dabei aus drei ganz unterschiedlichen Biersorten, die nacheinander und aufeinander ins Glas gezapft werden. Es handelt sich dabei speziell eingebraute Biere, die exakt gezapft werden müssen.

Man kann das Deutschlandbier zwar mit einer Zapfanlage, wie jedes andere Bier, in den drei Schichten aufeinander zapfen. Das ist allerdings etwas aufwändiger als bei einem normalen Bier und man muss darauf achten, dass alle Schichten aus optischer Sicht gleich sein sollten. Außerdem benötigt man darüber hinaus auch drei einzelne Hähne mit eigenen Anschlüssen.

Da dieses Bier bei Veranstaltungen schnell gezapft und in großen Mengen ausgeschenkt werden soll, wäre eine einfachere und effizientere Ausschankmöglichkeit zu empfehlen. Realisierbar wäre das mit einem speziellen Zapfhahn, bei dem drei Leitungen für die Biersorten in dem Auslaufhahn integriert sind. Der Auslauf jeder Leitung endet auf der benötigten Höhe der eingezapften Bierfarbe. Um ein Vermischen der Biersorten durch zu starken Druck zu vermeiden, sind die Zuleitungen im Auslaufhahn voneinander getrennt und das Bier tritt durch seitliche Auslässe aus dem Auslaufhahn in das Bierglas. Um den weiteren Zapfvorgang noch zu vereinfachen, sorgt eine Regelung dafür, dass z. B. bei einem 0,3 Literglas von jeder Farbe 100 ml in das Glas abgegeben werden. Hierzu bedarf es einer genauen Einstellung des Kohlensäuredrucks, um ein Glas mit einer Zapfung auch komplett zu füllen.

Die nachfolgenden Skizzen sollen dieses Verfahren ein wenig veranschaulichen.